Im Test: Lenovo Moto G4 Plus

Dank AndroidPit bin ich in den Genuss gekommen, dass neue Lenovo Moto G4 Plus testen zu dürfen und möchte euch meine Eindrücke nicht vorenthalten. Außerdem begleitet mich bei diesem Test mein Kumpel Aljoscha. Auch dieser Glückspilz erhielt von AndroidPit die technisch kleinere Version zum Testen, nämlich das Lenovo Moto G4. Gemeinsam werden wir beide Geräte miteinander vergleichen und euch von unseren Erfahrungen berichten. Er beschreibt zudem den Systemwechseln von iOS zu Android. Aljoschas Erfahrungsbericht findet ihr  hier auf seinem Blog.

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Zunächst muss ich erwähnen, dass ich vorher jahrelange nur Geräte bis max. 4 Zoll getestet habe, aber immerhin seit fast 6 Jahren Android nutze. Mein letztes Gerät war ein Sony Xperia Z1 Compact, was leider hier auf dem Bild nicht zu sehen ist, doch von der Größe dem IPhone 5 sehr nahe kommt.

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Nachdem ich also das Paket erhalten habe, machte ich mich direkt an das Aufladen des Handys. Ich wunderte mich zunächst über das etwas große Ladegerät, bis mir dann einfiel, dass es sich um den TurboPower™-Adapter handelt – dem offiziellen Lenovo-Motorola Schnelllader. Beim Einstecken des Kabels in den Micro-USB-Slot des Geräts erschien auf dem Display die Meldung „TurboPower angeschlossen“. Über die wirklich schnelle Aufladung war ich wirklich sehr erstaunt. Da die Akkutechnologie nicht weit fortgeschritten ist, verhilft man sich anscheinend an der schnelleren Aufladung. Das ist Lenovo gut gelungen.

Nachdem ich das Gerät nach zwei Stunden vom TurboPower™-Adapter getrennt habe, stellte ich fest, dass sich das Gerät gut erwärmt hat. Kein Wunder bei der schnellen Aufladung! Doch wage ich zu behaupten, dass dies nicht unbedingt gut ist für den Akku. Später dazu mehr.

Die Umstellung von 4 Zoll auf die großzügigen 5,5 Zoll (13,97 cm) fiel mir nicht leicht, trotz des geringen Gewichts von nur 155 g. Auch heute noch nach 2 Wochen kann ich mich immer noch nicht dran gewöhnen, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass ich eben nicht die Hände eines Basketballers habe. Ich habe mich eben auf die einhändige Nutzbarkeit meines Sony Xperia Z1 Compacts gewöhnt.

Den zweiten SIM-Karten Slot dieses Dual-SIM-Handys kann ich vorerst nicht nutzen, da ich nur eine SIM-Karte besitze, freue mich aber über die Erweiterbarkeit des Speichers über eine microSD-Karte, falls die internen 16 GB nicht ausreichen. Leider stellte ich aber auch fest, dass hinter dem Deckel der 3000 mAh starke Akku fest verbaut ist – ärgerlich! Das hätte Lenovo besser machen können.

Danach schaltete ich das Gerät ein und fand ein gestochen scharfes 1080p Full-HD-Display vor mit 401 ppi. Ich machte mich zunächst an die Einrichtung des Gerätes. Android 6.0.1 Marshmallow ist bereits vorinstalliert gewesen und lieferte auf den ersten Eindruck keine auffallenden Apps des Herstellers, die meist sehr störend wirken. Im Hintergrund erkennt man jedoch nach kleiner Recherche hier und da den einen oder anderen Prozess von Motorola.

Der Fingerabdrucksensor macht seinen Job sehr gut. Beide Daumen und Zeigefinger werden schnell und präzise erkannt. Das Entsperren des Geräts ist ab sofort kinderleicht. Es fehlt allerdings seine Funktion als Home-Button.

Auch die Kamera lieferte sofort einen WOW Effekt. Besonders die Frontkamera hat mich mit ihrem Weitwinkelobjektiv und den 5 Megapixel umgehauen. Clever – in dunklen Räumen wird die Displaybeleuchtung als Blitz genutzt. Damit gelingt jedes Selfie! Die rückseitige Kamera konnte mit ihren 16 Megapixel ebenfalls beeindrucken. Die Bilder und die 1080p Full-HD-Videos gelingen relativ einfach und trotz Gegenlicht erhielt ich keine überbelichteten Ergebnisse. Der HDR Modus erlaubt außerdem das Ablichten von Naturlandschaften auch bei stark unterschiedlichen Lichtverhältnissen von Sonnenlicht und Schatten.

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Nachdem die Kamera eine Weile lief, bemerkte ich zunehmende Wärmeentwicklung, besonders auf der linken Seite der Kamera. Ob sich wohl darunter der 1,5 GHz-Qualcomm® Snapdragon™ 617-Octa-Core-Prozessor mit 550 MHz Adreno 405 GPU befindet?

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Mein Lieblingsspiel auf dem Smartphone „Marvel: Sturm der Superhelden“ lief ruckelfrei. Die 2 GB Arbeitsspeicher stemmen das Spiel mühelos. Doch auch hier hat sich das Gerät nach 14 Minuten um 11° C erwärmt, so dass es unangenehm wird, das Gerät in der Hand zu halten.

Der Lautsprecher liefert einen tollen Sound. Der Klang ist voluminös, laut und hat für ein Smartphone verhältnismäßig schöne Tiefen. Er ist neben dem Ohrhörer verbaut und ist nach vorne gerichtet, was den Spielen oder den Filmen zugutekommt. Vermutlich ist der Ohrhörer sogar der Lautsprecher selbst.

Nach einem Tag mäßiger Nutzung reicht der Akku aber auch definitiv nicht mehr für einen zweiten Tag aus. Aufladen über den alt bewährten Micro-USB Stecker ist also auch hier angesagt. Doch gleichzeitiges Laden und parallele Nutzung ist aufgrund der Wärmeentwicklung nicht zu empfehlen.

Fazit:

Das Moto G4 Plus ist ein gutes Gerät zum erschwinglichen Preis von knapp unter 300 €. Sicherlich handelt es sich nicht um das hochwertigste Material und auch die Hardware hätte besser ausfallen können, doch das bringt der niedrige Preis mit sich.

Wer also mit der Größe klar kommt und sich auf ein Smartphone mit guten Bildern und Videos verlassen will, der ist bei diesem Gerät genau richtig.

Gamern würde ich jedoch aufgrund der starken Hitzeentwicklung von diesem Handy abraten.

Im Großen und Ganzen kann ich das Moto G4 Plus bei diesem Preis-/Leistungsverhältnis „wärmstens“ empfehlen.

 

 

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